verdi-Befragung belegt Pflegenotstand

Das Ergebnis einer von ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft durchgeführten Umfrage in Mecklenburg-Vorpommern ist mehr als besorgniserregend: 59 Prozent der befragten Pflegekräfte in Krankenhäusern des Bundeslandes gaben an, dass sie innerhalb der letzten drei Wochen im Dienst gefährliche Situationen erlebt hätten, weil vor Ort Personal fehlte.

Laut Schweriner Volkszeitung vom 9. September 2015 werden in vielen Kliniken während der Nachtschicht zwischen 20 und 30 Patienten von nur einer Schwester betreut. Vorgeschrieben sind bei dieser Patientenzahl jedoch zwei. Der Personalmangel ist gravierend: An den 37 Krankenhäusern in Mecklenburg-Vorpommern fehlen momentan 1.700 Pflegekräfte. Die Gründe für den Fachkräftemangel sind vielfältig. Einerseits sind die finanziellen Mittel zu knapp, andererseits wandern viele Pflegekräften insbesondere nach Südwestdeutschland ab, wo sie mit einem deutlich höheren Einkommen rechnen können.

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