Die Metropolregion Rhein-Neckar ist aktiv

“Es ist an der Zeit, in die Hände zu spucken – und mit den Flüchtlingen eine Perspektive für ihr Leben in Deutschland zu entwickeln. Denn wir sind de facto ein Einwanderungsland. Und: Wir brauchen den Zustrom aus anderen Ländern, um langfristig Lücken am Arbeitsmarkt zu schließen. Daher gibt es nicht nur humanitäre Gründe, sondern auch volkswirtschaftliche Erwägungen, die eine echte Willkommenskultur fordern. Ohne Zäune an den Grenzen!”, unterstrichen kürzlich Ulrich Manz, Leiter des Arbeitskreises Fachkräfteallianz Rhein-Neckar und Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Mannheim, und Maria Lauxen-Ulbrich, Leiterin Vitaler Arbeitsmarkt der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, ihr Bestreben, im Rhein-Neckar-Gebiet eine herzliche und effektive Willkommenskultur für ausländische Arbeitskräfte zu etablieren.

„Das wird anstrengend, kostspielig und erfordert Investitionen. Unternehmen können nicht erwarten, dass es Flüchtlinge in kurzer Zeit schaffen, in hochqualifizierten Bereichen den drohenden Mangel an Fachkräften zu beheben. Wer aber Flüchtlinge unterstützt und qualifiziert, leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration – und investiert in unsere gemeinsame wirtschaftliche Zukunft. Das ist eine gelebte Willkommenskultur, die Menschen aus anderen Kulturen das Ankommen in Deutschland erleichtert.

Dazu sind aber drei Dinge unbedingt notwendig, die das „Positionspapier der Metropolregion Rhein-Neckar zur Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen“ benennt:

  • Wir brauchen für die Flüchtlinge ein umfassendes Lernangebot für die deutsche Sprache. Denn Kenntnisse unserer Sprache sind die Brücke zum Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft. Daher fordert das Positionspapier ein „flächendeckendes, dauerhaftes und qualitativ hochwertiges Deutschkursangebot für Asylbewerber“.
  • Nötig sind Orientierungshilfen in Form von Unterstützung und Begleitung, besonders „zur beruflichen Qualifizierung und Anerkennung bisher erworbener Fähigkeiten im Herkunftsland“. So entsteht eine „ökonomische Basis zur gesellschaftlichen Integration“.
  • Dringender Handlungsbedarf besteht bei der Qualifizierung, Aus- und Weiterbildung von Flüchtlingen. Zu denken ist u. a. an einen „Ausbau von Vorbereitungsklassen an Berufsschulen“. Oder an eine Öffnung des gesamten ausbildungs- und arbeitsmarktpolitischen Förderinstrumentariums im Sozialgesetzbuch III – ausnahmslos für alle Menschen mit Zugang zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.“

In ihrem aktuellen Newsletter bietet die Metropolregion Rhein-Neckar spannende Artikel zum Toppthema Flüchtlinge und Integration.

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