Neue Studie Fachkräftemangel 2030 im Gesundheitswesen

Das Beratungshaus PwC hat die neueste Studie zum Thema Fachkräftemangel im Gesundheitswesen veröffentlicht. Mit wenigen überraschenden Ergebnissen – leider.Zuletzt hat PwC im Jahre 2010 gezeigt, dass ein Fachkräftemangel im medizinischen und pflegerischen Bereich droht. Im Ergebnis drohen bis zu 1.000.000 Vollzeitkräfte im Gesundheitsbereich und die Studienautoren fordern, dass es eine entschlossene Kursänderung gestartet werden muss.

Laut der Studie könnten ein Drittel aller notwendigen Stellen im Jahr 2030 nicht besetzt werden.

Es werden bis 2030 aufgrund des demographischen Wandels insgesamt 800.000 bis 1.000.000 Vollzeitkräfte. In Eckpunkten zeigt die Studie:

  • 2030 fehlen 165.000 Ärzte (aus der Studie 2012: 104.000)
  • 2030 mangelt es an 800.000 Pflegekräften (aus der gleichen Studie 2012: 464.000)

Laut PwC müsse – um dem Fachkräftemangel gegenzusteuern – insbesondere die Benefits und  Arbeitsbedingungen in der Gesundheitsbranche nachhaltig verändert werden:

  • Körperliche Belastung
    Durch den konsequenten Einsatz von technischen Hilfsmitteln, den Ausbau von Angeboten zur Prävention und Regeneration lässt sich der hohen körperlichen Belastung entgegenwirken
  • Psychischer Druck
    Eine gezielte Jobrotation kann beispielsweise Altenpfleger deutlich entlasten, denn sie sind überdurchschnittlich starken psychischen Belastungen ausgesetzt. Denkbar ist beispielsweise ein alternierender Einsatz in Pflege und Pflegeadministration
  • Wertschätzung
    Ein zentrales Problem ist die mangelnde Wertschätzung für die Arbeit der Pflegekräfte. Würde die pflegerische Leistung ähnlich wie die ärztlichen Leistungen bei der Abrechnung zuverlässig berücksichtigt, hätte dies eine positive Wirkung auf die den Pflegekräften entgegengebrachte Aufmerksamkeit.
  • Beruf und Familie
    Fast jeder vierte Arzt gibt seine ärztliche Tätigkeit früher oder später auf. Mit einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, besseren Arbeitsbedingungen und mehr Aufstiegschancen ließe sich die Zahl derer, die den Beruf nicht vorzeitig aufgeben, deutlich steigern. Ähnliches gilt für die Pflege mit ihrem hohen Anteil teilzeitarbeitender Frauen.. Bessere Möglichkeiten der Kinderbetreuung würden die Vollzeitquote erhöhen .

 

Die Details zur Studie aus 2012 sind hier und die aktuelle Studie hier.

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